Heute - Sonntag - stand eine 2 tägige Regenwald-Wanderung auf den Berg „Baltimore“ an. Um 7 Uhr war der Aufbruch geplant – da aber um 7:30 vom Guide noch keine Spur war, marschierten wir alleine mit Reys (unserem Bootsmann) 20 Minuten zur nächsten Tienda. Dort angekommen waren wir schon ziemlich erschlagen von der Hitze. Nach erneuter Warterei tauchte Ofrasio auf, und erklärte, wir müssten den ganzen Weg wieder zurück gehen, da der normale Weg unpassierbar wäre, und wir eine andere Route einschalgen müssten. Mittlerweile war es bereits fast 9 Uhr.
Bald bogen wir in einen Pfad im Regenwald ein, und marschierten stundenlang bei Affenhitze dahin. Öfters mussten wir Bäche auf morschen Baumstämmen überqueren, und die Lianen in Bodennähe bildeten gefährliche Fallstricke, die für einige kleine Stürze sorgten. Der Schweiß floss in Strömen, und sogar unser Führer meinte, es wäre extrem heiss. Die letzte Stunde ging es nur noch bergauf, und als wir endlich unsere Hütte erreichten, waren wir fix und fertig. Die Stimmung stieg auch nicht, als wir das Quartier genauer inspizierten. Es bestand nämlich aus 4 Holzbettgestellen (wovon eines schon zusammengekracht war) mit 2 alten Matratzen drauf (für 5 Personen?)! Irgendwie war keinem so richtig klar, wo wir alle schlafen sollten.
Die erste gute Nachricht kam von Reys, der uns mitteilte, es befände sich eine Quelle ganz in der Nähe. Wir machten uns sofort auf den Weg dorthin, und wuschen uns im frischen Bach. Eine Wohltat! Zurück bei der Hütte, kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr raus: die Matratzen wurden mit frischem Bettzeug überzogen, und Moskitonetze angebracht. Pro Paar ein Bett – und für Robert wurde eine Iso-Matte aufgeblasen und ebenfalls mit Bettzeug bezogen. Danach wurde Kaffee serviert (die 3 Guides haben alles extra mitgeschleppt!) und am Abend gabs ein überraschend gutes Abendessen, das die 3 Führer auf offenem Feuer wirklich sehr rührend zubereitet haben. Am Morgen wurden wir vom Ruf der Brüllaffen geweckt (leider keine gesehen), und nach dem „Frühstücksbuffet“ (man höre und staune!) machten wir uns auf den genauso schweißtreibenden Ab- wie Aufstieg.
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