Donnerstag, 3. November 2011

Erste Tage in NY

Nach eigentlich relativ entspanntem 8,5stündigem Flug hatten wir bei den Einreiseformalitäten die erste Bekanntschaft mit der amerikanischen Mentalität. Auch wenn wir noch nicht so wirklich extrem viel herumgekommen sind, haben wir es noch nie erlebt, dass unser Gebäck schon friedlich auf dem lange abgestellten Förderband schlummert, bis wir die Kontrolle passiert hatten. Es dauerte etwa 1 Stunde , während der wir die „Eigenheiten“ der Beamten an 5 verschiedenen Schaltern beobachten konnten, bis wir zum entscheidenden „Organ der Macht“ vorgedrungen waren. Glücklicherweise wies uns ein ( in Amerika unentbehrlicher) Einweiser nicht den schlimmsten von allen zu. Diesen konnten wir beobachten wie er Leute teilweise wie lästige Fliegen verscheuchte oder ein altes chinesisches Paar, das wirklich extremst Terrorverdächtig wirkte, inklusive Übersetzer gut 20 Minuten schickanierte. Wir kamen zu einem äusserst lässigen Beamten lateinamerikanischer Abstammung der uns nach Abnahme der Fingerabdrücke von allen 10 Fingern und Ablichtung der Gesichtsgeometrien nach folgsamer Beantwortung der Frage wie lange wir zu bleiben gedenken, gnädig entließ. Bis die letzten der Gruppe diese Hürde genommen hatten, dauerte es gut 2 Stunden.Danach ging es per Bus mitten nach Manhatten in die 7th AV Ecke 55. Straße wo wir nur 2 Querstraßen vom Centralpark entfernt und in Blickweite vom Times Square unser Hotel bezogen.Das Einchecken war eine Sache von Minuten und gleich darauf ging es ins bunte Treiben von Broadway und Times Square um einen Teil der Zeitverschiebung zu kompensieren. So fanden wir überwältigt von vielen neuen Eindrücken zwar schon um 8 Uhr Ortszeit ins Bett was aber laut unserer Zeit zu der wir um 5:30 aufgestanden sind immerhin schon 1 Uhr war.
Nichts desto trotz traf sich die laufbesessene Runde am Donnerstag schon wieder um 7:15 in der Lobby um in lockerem Tempo das Zielgelände im Centralpark zu inspizieren. Daraus wurde dann ein fast einstündiges 7,7km Läufchen mit fototechnischen Pausen.Danach testeten Petra und ich das amerikanische Frühstück mit Käseomlette,Toast und einer braunen Brühe die angeblich Kaffee war.Um 9:30 gingen wir in geschlossener Gruppe etwa 30 Minuten zur Marathonmesse um die Startnummern abzuholen. Dort wurde dann beim Einkauf von Laufutensilien die Kreditkarte gleich ordentlich zum Glühen gebracht. Wegen chronischer Überladung wurde dann mit dem gratis Shuttlebus zurück ins Hotel gefahren um Balast abzuladen. Umgehend ging es für Petra und mich wieder per Subway ( U – Bahn) nach DownTown Manhatten ins Finanzviertel zur Wall Street, Ground Zero wo eine Riesenbaustelle ist und abschließend auf die Brooklyn Bridge von der man eine herrliche Aussicht auf die Skyline der Wolkenkratzer hat. Nach einer kurzen Verschnaufpause, in der ich auch diese Zeilen vorab schreibe, geht es jetzt dann gleich nochmals ins Gewühl um irgendwo ein Abendessen zu ergattern. Vielleicht werden wir danach noch, oder spätestens morgen irgendwo ein WLAN auftreiben damit ich diesen ersten Bericht und Fotos in den Blog stellen kann.
Das erste Fazit von New York lautet: Sehr laut, sehr hektisch, aber auch sehr cool und interessant.

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