Sonntag, 3. Juni 2012
Zu Besuch beim Pleite - Schiff
Als wir heute in der Früh aufwachten regnete es zur allgemeinen Nicht - Überraschung noch immer.
Glücklicherweise hatten wir uns ja noch ein Museeum aufgehalten und so machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg ins Vasa - Museeum.
Die Vasa wurde 1628 erbaut und war damals mit 69 m länge und 53 m höhe das größte Kriegsschiff. Leider sank es bereits nach nur 1 km Fahrt aufgrund eines Konstruktionsfehlers im Hafen von Stockholm. Darum wird es von mir wenig respektvoll Pleite - Schiff genannt, denn wenn das keine Pleite war, was dann ?
Jedenfalls lag das Schiff dann etwa 333 Jahre in einer Tiefe von rund 30 Metern ehe es 1961 geborgen wurde.
Dann wurde das Schiff aufwändig restauriert und um das Schiff herum ein Gebäude, das heutige Vasa - Museeum gebaut.
Das Schiff besteht noch heute zu mehr als 85 % aus dem Originalholz von damals. Experten sagen das Schiff hätte nur um 30 cm breiter sein müssen und es wäre nicht gesunken.
Als wir aus dem Museeum rauskamen, regnete es......
Aber wir machten am Heimweg trotzdem einen Abstecher zum Kulinarik Festival " A taste of Stockholm" wo sich aber wegen der Nässe und Kälte recht wenig rührte.
Also gingen wir zum Verschnaufen ins Hotel und siehe da, nach einiger Zeit hörte es tatsächlich zu regnen auf!
Wir machten uns in Richtung Kungshallen auf weil man dort laut Reiseführer günstig essen kann. Weil es dort aber nur Fertiggerichte gab, beschlossen wir es nochmals mit dem Festival zu versuchen und genau da kam doch tatsächlich für etwa 5,2 Minuten die Sonne raus. Die Stände dort waren ausgesprochen international, von schwedischer über griechischer, mexikanischer, koreanischer bis zu Vietnamesischer Kost war alles vertreten. Wir versuchten sehr leckere Köttbullar (schwedisch), Dim Sum Tallik ( asiatisch) und Calamari fritti ( gibts überall ;-) ).
Dann sahen wir noch einem Kinder Gospell Chor zu ehe wir uns wieder auf ins Hotel machten. Kaum dort angekommen schüttete es schon wieder.
Was uns hier noch aufgefallen ist:
Es gibt kaum dicke Menschen hier.
Fußgängerampeln gibt es zwar, aber es kümmert sich niemand drum.
Die Leute sitzen auch bei nur 6 Grad begeistert im Schanigarten.
Auch Sonntags haben fast alle Geschäfte geöffnet.
In der Stadt ist auch Sonntags sehr sehr viel los.
Es gibt auch im Juni noch Hauben und Handschuhe zu kaufen und die wissen schon warum.
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