Das Ziel unseres 3 tägigen Ausfluges hieß: Atitlan-See.
Nach 3,5 stündiger Autofahrt erreichten wir San Antonio Palopo. Ein Ort weit abseits vom Massentourismus – aber direkt am See gelegen. Nach einem guten Mittagessen auf der Hotelterrasse machten wir uns auf, zu einem Spaziergang durch den Ort. In der Keramikwerkstätte wurde gleich mal Halt gemacht und einige „Schmuckstückerln“ erstanden. Danach knipsten wir die Einheimischen in ihren wunderschönen Trachten. Plötzlich kam uns eine Dorffrau entgegengelaufen, und fragte, ob wir ihr bei der Arbeit zuschauen wollten. Daran hatten wir natürlich großes Interesse! Also folgten wir ihr brav zu ihrer Hütte. Dort waren einige andere Frauen versammelt – und so schnell konnten wir gar nicht schauen, waren wir selbst in Trachtengewand eingewickelt. Natürlich ALLES nur fürs Foto (!) – und ganz ohne Hintergedanken (der Einserschmäh). Wir haben uns über unsere Aufmachung schief gelacht. Eigentlich war eh schon klar, worauf das Ganze hinauslaufen würde - und bald kam auch schon die Frage, was wir für die Kluft denn bezahlen möchten? Also gut – der Spaß wars uns wert, und so entschieden wir uns für einige Einzelteile.
Naja, da waren wir in unserer Gutmütigkeit ein gefundenes Fressen für die geschäftstüchtigen Dorfbewohner. Macht aber nichts, denn wie man an den Fotos erkennen kann, haben wir wirklich sehr fesche Guatemalteken abgegeben (auch wenn Andy meint, ich hätte eher Ähnlichkeit mit Julia Timoschenko gehabt!).
Am nächsten Morgen (Mittwoch) brachte uns ein Boot ans andere Ufer des Sees – nach Santiago. Dort wurden wir auch schon wieder von vielen Bewohnern empfangen, die uns den Ort – und vor allem den Maximòn (ausgespr.:Maschimon - eine Art Maya-Gott, dem die Leute ihre Sorgen berichten – auf Hilfe hoffen – und dafür Geld, Zigaretten und Schnaps spenden) zeigen wollten. Einem relativ vertrauenswürdigen Führer folgten wir auf die Ladefläche eines Jeeps und wurden zu einer Hütte transportiert, in der gerade eine Zeremonie stattfand. Danach wurde uns noch die Kirche im Ort gezeigt – den Heiligenstatuen dort haben sie bunte Hemden angezogen, weil sie vorher so fad ausgeschaut haben.
Am Donnerstag beendeten wie unseren Ausflug mit einem Abstecher beim Markt in Chichi – und einer original guatemaltekischen Hendlsuppe.
joko
AntwortenLöschenEuer Bericht hat uns sehr gut gefollen.Wir Lrben so richtig mit.WEiter so,Alles Gute