Samstag, 2. Juni 2012

Wie aus Pech ganz plötzlich Glück wurde

Eigentlich habe ich ja schon ein bisserl gehadert als ich meinen krankheitsbedingten Trainingsrückstand nicht mehr aufholen konnte und ein Marathonstart nicht sinnvoll möglich war. Aber als ich heute in der Früh aus dem Fenster sah, konnte ich mein Glück heute nicht an den Start gehen zu können, gar nicht fassen. Es regnet mitlerweile schon mehr als 36 Stunden durchgehend, es hat 4 Grad und der Wind peitscht. Wir machen ein gemütliches,ausgedehntes Frühstück ( von dem fantastischen Lachs können wir niemals genug bekommen)und beschließen heute des Königs Stadtresidenz zu besuchen. Am Weg dorthin überqueren wir mehrmals die Marathonstrecke wie wir an den Absperrgittern bemerken und als es uns zum x-ten Mal den Schirm umdreht, können wir uns nicht vorstellen, dass mehr als eine Hand voll Wahnsinniger den Lauf heute wirklich macht. In der Stadtresidenz schließen wir uns einer englischen Führung an aber es geht ja eh mehr ums sehen als ums verstehen.Die Räume die uns gezeigt werden sind ein bisserl heller als die im Schloss Drottningholm aber es ist auch hier alles ziemlich renovierungsbedürftig. Schloss Schönbrunn ist in einem viel besseren Zustand finde ich. Als wir wieder raus kommen ist gerade die Wachablöse, schon wieder Glück gehabt. Dann gehen wir trotz Regen und Sturm mit steifen Fingern ( so Fingerkalt war mir bei uns den ganzen Winter nicht) in die sehr schöne Altstadt wo wir in einem Minicafe in einem alten Haus Schutz suchen. Obwohl ausser uns nur noch 2 Gäste da sind und das Cafe geschätze 10 - 15 Quadratmeter groß ist, ist natürlich Selbstbedienung, aber der grüne Tee ist warm und geschmackvoll und als wir wieder gehen ist die Bude rammelvoll. Beim Gang von der Residenz ins Cafe sind wir beim Nobel - Museeum vorbeigekommen und jetzt gehen wir hinein. Neben einigem aus dem Leben von Nobel wird viel über die bisherigen Nobelpreisträger gezeigt, unter anderem auch interessante Kurzfilme, uns fällt auf, dass von den ohnehin wenigen Frauen die meisten in der Kategorie Medizin gekürt wurden. Vom Museeum ging es dann ins Hotel wo wir bei der Marathonstrecke bei KM 30 vorbeikamen und die armen völlig durchnässten Läufer bewunderten und das waren deutlich mehr als eine Handvoll. Im Hotel angekommen ging ich noch für 45 min. aufs Laufband und dann in die Sauna. Übrigens: So wie am ersten Foto des heutigen Tages, fuhren hier schon einige Laster am Hotel vorbei. Da wird laute Musik gespielt und die Jugendlichen schreien und pfeiffen mit Trillerpfeiffen, Alkohol scheint auch im Spiel zu sein. Wir sind noch nicht dahintergekommen was sich dahinter verbirgt, vermuten aber dass es mit dem Schulabschluss zusammenhängen dürfte.

1 Kommentar:

  1. Hallo ihr zwei.
    Da ihr mit dem Wetter kein Glück habt wird es anschliesend daheim um so schöner.Wir danken für die ausführliche Berichterstattung,wünschen noch ein paar angenehme Tage u.wünschen eine gute Heimkehr.
    L.G.M.u.P.

    AntwortenLöschen